Fliesenfibel

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z

Dehnungsfuge

(siehe Bewegungsfugen)

Dünnbettverlegung

Verfahren zur Verlegung von Fliesen an Wand und Boden (DIN 18157: „Ausführung keramischer Arbeiten im Dünnbettverfahren“). Dabei wiederum unterscheidet man drei Verfahren, denen drei Bindemittel zugrunde liegen:

  1. Hydraulisch erhärtete Dünnbettmörtel 
  2. Dispersionsklebstoffe 
  3. Epoxidharzklebstoffe

DIN-Norm

Regeln der Technik des Deutschen Instituts für Normung e. V. Berlin (DIN). 
Allgemeine Norm für keramische Fliesen und Platten ist die DIN EN 14411.

Nach dieser Norm werden Fliesen nach ihrer Formgebungsart und ihrer Wasseraufnahme (E) wie folgt eingestuft.

Art der Formgebung:

  • stranggepresste Fliesen und Platten: Gruppe „A“
  • trockengepresste Fliesen und Platten: Gruppe „B“

Die stranggepressten Fliesen und Platten sind wiederum klassifiziert nach der Fähigkeit zur Wasseraufnahme:

AIa E ? min0,5 % - max. 0,6 %
AIb 0,5 % <E ? min. 3 % - max. 3,3 %
AIIa ? min. 6 % - max. 6,5 %

Die trockengepressten Fliesen sind wiederum klassifiziert nach der Fähigkeit zur Wasseraufnahme, wobei hierbei wieder zwischen glasierten und unglasierten Fliesen unterschieden wird:

BIa ? 0,5 % unglasierte und glasierte Fliesen und Platten
BIb ? 3 % unglasierte und glasierte Fliesen und Platten
BIIa 3 % < E ? 6 % unglasierte und glasierte Fliesen und Platten
BIIb 6 % <E ? 10 % unglasierte und glasierte Fliesen und Platten
BIII > 10 % glasierte Fliesen und Platten

(siehe auch Keramik (Baukeramik)) 

Dickbettverlegung

Auch konventionelle Verlegung genannt. Verfahren zur Verlegung von Fliesen an Wand und Boden. Die Verlegung erfolgt mit angemischten Mörtel aus Zement und Sand. 

Dekorbrand

Zur weiteren Veredlung wird nach dem Zweitbrand (Glattbrand) die bereits glasierte Fliese mit Schiebebildern (Abziehbildern) und Handmalerei und bei 800 °C bis 900 °C erneut gebrannt.
So wird beim Dekorbrand lediglich das aufgebrachte Dekor in die Glasur eingebrannt. Scherben und Glasur bleiben unverändert.

Dekorfliese

Dekore werden auf Leerfliesen einer Fliesenserie aufgebracht. Sie können als Einzeldekor oder aus verschiedenen Dekorfliesen, die zusammen ein Bild ergeben, bestehen.

Dispersionsklebstoff

Klebstoffe zur Verlegung von Fliesen im Dünnbettverfahren.
Dispersionsklebstoffe sind nicht wasserbeständig und daher nur für gering feuchtbelastete Innenbeläge geeignet. Vorzugsweise Verwendung für Wandbekleidungen auf Untergründen aus Gips- oder Holzwerkstoffen.

Dünnbettmörtel (hydraulische)

Zementgebundene, hydraulisch erhärtende Fliesenkleber zur Verlegung im Dünnbettverfahren.
Vorzugsweise Verwendung auf massiven Untergründen, wie z. B. Beton, Zementestrich oder -putz, im Innen- und Außenbereich.

Druckfestigkeit

Die Druckfestigkeit von Fliesen ist keine genormte Eigenschaft. Sie erreicht bei Steinzeugfliesen Werte bis zu 300 N/mm.

Dichtstoff

Spritzfähige oder bandförmige vorgefertigte Kunststoffe zum Ausfüllen bzw. Abdecken von Bewegungsfugen.

Delfter Fliese

Benannt nach dem kleinen, holländischen Städtchen Delft, in dem seit dem 16. Jahrhundert Fliesen hergestellt werden. Die Dekore stellen oft Porträts, Szenen, Landschaften oder biblische Motive in dem für sie typischen Delfter Blau dar.