Fliesenfibel

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Fliesengröße

Fliesen haben ein angestrebtes Fertigungsmaß (Nennmaß, siehe auch modulare Fliesen), welches sich aus Fabrikationsmaß und Fugenbreite zusammensetzt. Durch die industrielle Produktion der Fliesen kommt es zu Schwankungen in der Fliesengröße, dem sogenannten Kaliber

Feinkeramik

  1. Geschirr aus den Werkstoffen Porzellan, Bone China, Vitreous China und Steingut,
  2. Sanitärporzellan aus Vitreous China, 
  3. Fliesen aus Steingut und Steinzeug sowie 
  4. Zierkeramik aus Steingut und Steinzeug. 

Die Feinkeramik wird generell im Wesentlichen aus hellbrennenden Rohstoffen hergestellt. 

Fliesen

(siehe Keramische Fliesen)

Feuchtedehnung

Feuchtedehnung von Steinzeugfliesen ist nicht messbar; von Steingutfliesen vernachlässigbar, Steingutfliesen sollten jedoch für Anwendungsbereiche unter Wasser (Schwimmbad- oder Behälterbau) nicht eingesetzt werden.

Flussmittel

Natürliche, kristalline Mineralien, die das Schmelzverhalten von anderen Stoffen so beeinflussen, dass diese in eine Schmelzphase übergehen.
Flussmittel sind Rohstoffe und chemische Verbindungen, die Natrium, Kalium, Lithium, Magnesium oder Kalzium enthalten. Die entsprechenden Rohstoffe sind in der Regel Hartstoffe.

Frostbeständigkeit

Hauptkriterium für die Verwendung von Fliesen im Außenbereich. Ist für Steinzeugfliesen nach DIN EN ISO 10545-12 gefordert (siehe Anwendungsbereich).

Feldspat

Natürlicher Rohstoff mineralischer Natur für die Fliesenherstellung. Dient als Flussmittel.

Feinsteinzeug

Unglasierte Steinzeugfliesen mit niedriger Wasseraufnahme (E < 0.5 %) und hoher Festigkeit (siehe Anwendungsbereich und DIN Norm). 

HERSTELLUNG

Trockengepresste keramische Fliese

EIGENSCHAFTEN

  • bei unglasierten Produkten kein Verschleiß
  • hygienisch
  • frostsicher
  • hohe chemische Widerstandsfähigkeit
  • geeignet für hochbeanspruchte Bereiche (auch für extreme Belastungen)
  • verwendbar als Wand- und Bodenfliese
  • beim Einsatz als Wandfliese ist aber ein höherer Verlegeaufwand zu berücksichtigen 

EIGENSCHAFTEN BEI NIEDRIGER WASSERAUFNAHME

  • Scherben dicht
  • geschlossene Poren
  • frostbeständigkeit
  • heller Klang 

Flusssäure

Stark ätzende Säure, die fast alle Stoffe (z. B. auch Glas) angreift. Flusssäure oder flusssäurehaltige Reinigungsmittel sollten niemals zur Reinigung von Keramik benutzt werden (siehe auch Pflege).

Formteil

Dienen der Gestaltung von Ecken und Kanten im Schwimmbadbau, Terrassen und in Küchen und Bädern. Als Formteil versteht man z. B. Stufenplatten.

Fritte

Vorgeschmolzene Spezialglasur, die in Form von Granulat vorliegt. Sie dient als Rohstoff für Glasuren.

Fuge

Fugen dienen dem Ausgleich materialbedingter, zulässiger Abweichungen der Kantenlängen und der Rechtwinkligkeit von den angegebenen Herstellmaßen. Die Fugenbreiten ergeben sich im Allgemeinen aus der Differenz der Nennmaße und Herstellmaße oder sind den Verlegenormen als Empfehlung vorgegeben.

Empfohlene Fugenbreiten

Kantenlängen bis 150 mm: etwa 1,5–5 mm
Kantenlängen über 150 mm: etwa 2–8 mm 

Fliesenverlegung

Verfahren zur Herstellung keramischer Wand- und Bodenbeläge. Man unterscheidet zwischen Dünnbettverlegung und konventioneller Verlegung (Dickbettverlegung).

Fayence

Bezeichnung für Fliesen und Geschirr aus Steingut, benannt nach der Stadt Faenza in Oberitalien.

Fleckbeständigkeit

Beständigkeit gegen Auftreten nicht mehr entfernbarer Flecken. Diese ist bei glasierten Fliesen gegeben, bei unglasierten Fliesen dagegen nur nach entsprechender Behandlung (siehe Pflege und Keramische Versiegelung).